Konvergenz per WLAN
Ein Artikel in der Computerwoche erklärt, wie WLAN die Konvergenz von Festnetz und Mobilfunk voran bringen kann. WLAN-Funktionalität gehören für moderne Smartphones zur Standardausrüstung. Unterstützt das Mobiltelefon auch Voice over Wifi (VoWi-Fi), kann es mit Hilfe von Standards wie dem Session Initiation Protocol (SIP) in das IP-Telefonsystem eines Unternehmens eingebunden werden. Entfernt sich ein Anwender von seinem Arbeitsplatz und bewegt sich innerhalb des Unternehmens-WLAN, so ist er weiter unter seiner Bürodurchwahl auf dem Handy erreichbar, da dieses per WLAN eine private SIP-Session aufbaut. Sogar unterwegs ist über WLAN-Hotspots eine ähnliche Funktion realisierbar, wenn das Unternehmen einen SIP-Session-Boarder-Controller einsetzt. Hat sich ein WLAN-Handy einmal am Session-Controller angemeldet, so werden unter der Büronummer eingehende Gespräche automatisch auf das Mobiltelefon weitergeroutet. Weil die Weiterleitung über das Internet erfolgt, gehen Unternehmen mit dieser Verknüpfung von Festnetz und Mobilnetz auch kein Kostenrisiko ein.
Den Sicherheitsaspekt decken integrierte VPN-Clients ab, die einen sicheren Zugriff aufs Intranet oder Enterprise-Applikationen ermöglichen. Und genügt die standardmäßige Mobile-Client-Software nicht den Sicherheitsanforderungen des Benutzers, so können die Anwender eigene Applikationen entwickeln mit Hilfe von Software Development Kits (SDKs) und APIs eigene Applikationen entwickeln.
Der Autor des Beitrags sieht eine konvergente Zukunft, "wenn das Handover zwischen der IP-basierenden TK-Anlage im Unternehmen und dem Mobilfunkbetreiber problemlos funktioniert". Dann dürfte es bald Alltag sein, dass Mitarbeiter ein VoIP-Gespräch im Unternehmens-WLAN beginnen und das Telefonat beim Verlassen des Geländes automatisch und unterbrechungsfrei an den Mobilfunkanbieter weitergereicht wird.
