Alles geht in die Cloud, auch die Anbieter aus dem UCC-Umfeld arbeiten mit Hochdruck daran, mit neuen Angebotspaketen bei den Unternehmen auch „in der Wolke" zu punkten. Doch für die Unternehmen stellen sich unzählige Fragen, die einer Entscheidung für das richtige Betreibermodell vorausgehen.
Fragestellen wie: Welche Ziele sollen mit der UCC-Strategie überhaupt verfolgt werden? Wo hapert es derzeit bei der Kommunikation oder in der Zusammenarbeit? Welche Anwendungen benötigen die Nutzer? Sollen UCC-Funktionen in andere Anwendungen integriert werden, z.B. die Telefonie in ein CRM-System? Dazu kommt die Aufgabe, sich eingehend mit den rechtlichen und sicherheitstechnischen Risiken und Nebenwirkungen zu befassen.
Das Magazin Search Networking gibt dazu Tipps:
"Erst wenn das UCC-Konzept möglichst exakt spezifiziert sei, sollten Unternehmen über das dazu passende Betriebskonzept nachdenken", empfiehlt Marktanalyst Dr. Andreas Stiehler von Pierre Audoin Consultants (PAC). „Dabei können die Anwender nicht nur zwischen den beiden Extremen Eigeninstallation oder Cloud entscheiden. Sie können eine UCC-Lösung auch On-Premise installieren und von einem Dienstleister als Managed Service betreiben lassen".
Neben reinen Cloud-Modellen gibt es hybride Vorgehensmodelle mit einer Cloud-basierten Lösung und einer lokalen festen Installation.
Laut Marktanalysten Andreas Stiehler dominiere noch der Trend, einzelne Funktionen wie Telefonie, Web- und Videokonferenzdienste sowie Tools zur Zusammenarbeit separat aus der Cloud zu schnüren. Der Nachteil: Die Einzeldarsteller lassen sich später kaum mehr mit intern bereits installierten Anwendungen verknüpfen. Zudem sei die mobile Unterstützung nicht in jedem Fall gesichert, was die Anwendungsszenarien bislang deutlich einschränke, kritisiert der Experte.
Natürlich darf auch die Kostenfrage nicht außer Acht gelassen werden. Eine gute Lösung ist, wenn Cloud-Dienste einen „All-in-One-Preis" pro User und Monat anbieten. Bei On-Premise-Lösungen rollen auf die Unternehmen vielfältige Kosten zu, von der Investition über die Implementierung bis hin zu Wartung und Betrieb.
Fazit
Damit der Schritt von der Planung, über die Integration und Migration bis hin zum zuverlässigem Dauerbetrieb gelingt, empfehlen die Marktanalysten von PAC ein klares Prozedere: Wichtig sei es, bei der UCC-Strategie zunächst die Anforderungen engmaschig zu definieren und dabei auch die Mitarbeiter in den Fachbereichen einzubeziehen. Eine gute Planungsphase spare später oft viel Ärger.
Quelle: searchnetworking.de