September 2007 Archiv

Mittwoch, 26.09.07

Unified Communications: was machen die ERP-Riesen SAP und Oracle?

Die Integration von "Unified Communications"-Funktionen in CRM und ERP-Applikationen ist
eine der anstehenden Aufgaben für alle Business-Software-Hersteller. Philipp Bohn von Berlecon Research hat sich in einer aktuellen Sportlight-Analyse Gedanken darüber gemacht, ob und wann die internationalen Schwergewichte SAP und Oracle den Unified-Communications-Markt betreten werden.
Die Antwort auf des „ob“ lautet dabei ganz klar „ja“. Es gehe gar nicht mehr darum, ob Oracle und SAP den Unified-Communications-Markt betreten, sondern vielmehr wann und wie.
Bohn sieht in Hinblick auf den Zeitpunkt einen Vorteil für Oracle. Zum ersten, weil Oracle im Gegensatz zu SAP bereits auf eine eigene Unified-Messaging-Lösung aufbauen kann, zum zweiten kann das Unternehmen auf eine lange Erfahrungsgeschichte zurück blicken, da entsprechende Lösungen im eigenen Haus seit einigen Jahren eingesetzt werden.
Bohn äußert sich des weiteren auf die „wie“-Frage dahingehend, dass Oracle wohl eher einen offeneren Ansatz verfolgt, was die Integrationsfähigkeit der Unified-Communications-Lösungen betrifft. SAP wird wohl eher auf eine integrierte Lösung aus einer Hand setzen.
Wachsen werden nach Ansicht Bohns die beiden auf unterschiedliche Weise: SAP ohne große Übernahmen und aus eigener Kraft, Oracle mit Übernahmen großer Anbieter.

Dienstag, 18.09.07

Enterprise 2.0: IDC rät zum Durchstarten

Nach Ansicht von IDC stellen Web-2.0-Anwendungen die nächste Welle von IT-Basisapplikationen für die Unternehmen dar. An Web-2.0-Applikationen wie Wikis, Blogs, Unified Messaging oder RSS-Feeds kommt künftig kaum mehr ein Unternehmen vorbei, meldet die Computer Zeitung. IT-Organisationen dürften sich daher dem Thema nicht länger verschließen und sollten es aktiv angehen.
Angeblich, so eine Studie von IDC, seien aber die Endanwender daran schuld, dass Deutschlands Unternehmen im Europavergleich noch relativ schlecht dastehen. Sie hätten gar kein Interesse an Web-2.0 im Unternehmen.
IDC selbst sieht diese Begründung eher als Vermeidungsstrategie und rät zum schnellen Einsatz. Denn wenn die Geschäftsstrategie darauf abziele, die Kommunikation intern unter den Mitarbeitern oder extern mit Lieferanten, Partnern und Kunden zu verbessern, sei es Pflicht und keine Kür.

Montag, 10.09.07

Studie: Unified Communications kann zur Verstopfung führen

Diese auf den ersten Blick zweideutige Headline eröffnete einen Artikel in der Computerwoche. Darin wird erklärt, dass Unified Communications (UC) die Performance von Anwendungen im Netz deutlich senken können. Gestützt wird die Aussage auf eine weltweite Studie des US-Anbieters von Netzmonitoring-Tools, Network General.
Der Umfrage nach erklärten drei Viertel der insgesamt 576 interviewten Anwenderunternehmen, „dass mindestens ein Viertel des Traffic in den vergangenen drei Monaten aus UC-spezifischen Daten, also Voice over IP (VoIP), Unified oder Instant Messaging bestand“. Gleichzeitig registrierten fast 40 Prozent der Firmen Performance-Einbußen von Anwendungen, die sie auf die Konvergenz der Kommunikationslösungen in ihrem IP-Netz zurückführten, 20 Prozent waren sich nicht ganz sicher. Einen technischen Beweis lieferte Network General allerdings nicht.

Montag, 3.09.07

Unified Communications noch in den Kinderschuhen

Auch die Marktforscher von Gartner blasen bezüglich des Reifegrades von Unified Communications in das gleiche Horn wie der Analyst von COMMfusion, Blair Pleasant.
Laut InformationWeek sehen die Gartner Analysten ebenfalls die Unified Communications noch in den Kinderschuhen. Konkret erwarten die Damen und Herren noch einige Hindernisse, die es zu beseitigen gilt, bevor UC den Übergang zur Mainstream-Technologie schaffen.
Dazu gehören fehlende Best Practises, zu geringes Verständnis über die Auswirkungen der Präsenz-Technologien, unvollständige Produkte und langwierige Austauschprozesse in den Unternehmen. Erst 2008, als zwei Jahre früher als Pleasant, sehen die Gartner Leute den Übergang zur Mainstream-Technologie.

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