Die Integration von "Unified Communications"-Funktionen in CRM und ERP-Applikationen ist
eine der anstehenden Aufgaben für alle Business-Software-Hersteller. Philipp Bohn von Berlecon Research hat sich in einer aktuellen Sportlight-Analyse Gedanken darüber gemacht, ob und wann die internationalen Schwergewichte SAP und Oracle den Unified-Communications-Markt betreten werden.
Die Antwort auf des „ob“ lautet dabei ganz klar „ja“. Es gehe gar nicht mehr darum, ob Oracle und SAP den Unified-Communications-Markt betreten, sondern vielmehr wann und wie.
Bohn sieht in Hinblick auf den Zeitpunkt einen Vorteil für Oracle. Zum ersten, weil Oracle im Gegensatz zu SAP bereits auf eine eigene Unified-Messaging-Lösung aufbauen kann, zum zweiten kann das Unternehmen auf eine lange Erfahrungsgeschichte zurück blicken, da entsprechende Lösungen im eigenen Haus seit einigen Jahren eingesetzt werden.
Bohn äußert sich des weiteren auf die „wie“-Frage dahingehend, dass Oracle wohl eher einen offeneren Ansatz verfolgt, was die Integrationsfähigkeit der Unified-Communications-Lösungen betrifft. SAP wird wohl eher auf eine integrierte Lösung aus einer Hand setzen.
Wachsen werden nach Ansicht Bohns die beiden auf unterschiedliche Weise: SAP ohne große Übernahmen und aus eigener Kraft, Oracle mit Übernahmen großer Anbieter.