Februar 2008 Archiv

Donnerstag, 28.02.08

VoIP ist deutlich sicherer als angenommen

Laut dem TK-Anbieter toplink sind VoIP-Lösungen sicherer als angenommen. Zwar gäbe es eindeutig ein Sicherheitsrisiko im Zusammenhang mit VoIP, das jedoch mit umfassenden Schutzmaßnahmen kein Problem darstelle. Toplink meint, dass die Annahme, VoIP sei unsicher, aufgekommen sei, weil die Technik noch relativ neu ist. Man beruft sich dabei auf eine Befragung von hundert Fach- und Führungskräften aus der deutschen Wirtschaft. Im so genannten "Deutschen VoIP-Report" gaben nämlich gut ein Drittel der Befragten genau diese Antwort auf die Frage nach dem Grund der Unsicherheit. 26 Prozent glaubten, dass der mehrtägige Skype-Ausfall Ende August des vergangenen Jahres verantwortlich für die Hysterie ist. Knapp ein Viertel meinte, dass das breite Angebot an Sicherheitslösungen nicht genutzt wird. 17 Prozent äußerten die Ansicht, die überwiegend negative Berichterstattung in den Medien sei schuld an der "Angst" im Hinblick auf den VoIP-Einsatz.

Aus einer Meldung des MidrangeMagazins

Montag, 25.02.08

Fixed Mobile Convergence: Morgens Hamburg, mittags München, nachmittags Rom

Wer kennt sie nicht, die Haarspray Werbung: „Hamburg, Regen, Zwischenstopp München, starker Wind, Rom, brennende Sonne“? Eine Spotlight Analyse vom Berlecon Experten Philipp Bohn greift diese Werbung als Inbegriff der Business-Mobilität auf und verfolgt die einst erzählte Geschichte kurz weiter:

„Die Hamburger Unternehmensberaterin besucht nach ihrem Zwischenstopp in der Münchner Zentrale einen Kunden in Rom. Da vor dem Termin noch Zeit ist, arbeitet sie an einem freien Schreibtisch der italienischen Niederlassung. Um kurzfristig eine Frage zu klären, will ein Münchner Kollege anrufen. Nachdem er die Beraterin per Festnetz nicht erreicht hat, kontaktiert er sie auf dem Handy. Klassischerweise wird der Anruf von Deutschland aus ins italienische GSM-Netz geleitet.“

Eigentlich möchte Bohn aber auf etwas anderes hinaus. Die oben erzählte Geschichte ist ein typisches Business Szenario. Was ohne moderne Kommunikationstechnologien aufwendig und teuer ist, könnte z.B. mit Fixed Mobile Convergence (FMC), der Konvergenz von festem und mobilem Netz, anders aussehen lassen:

„Zunächst ist nur ein Kontaktversuch nötig, da die Hamburger Kollegin immer über dieselbe Nummer erreichbar ist – egal, wo sie sich gerade befindet und welches Endgerät sie benutzt. Da das Handy der Beraterin neben GSM auch über eine WLAN-Schnittstelle verfügt, meldet es sich im Büro in Rom automatisch im firmeninternen WLAN an. Da das Gespräch somit nicht über das öffentliche Mobilfunknetz, sondern das interne WAN geleitet wird, fallen hohe internationale Roaming-Gebühren weg.“

Philipp Bohn stellt dann im Folgenden drei zentrale FMC-Funktionen vor, die in ausführlicher Form auch in der Computerzeitung Online nachzulesen sind:

- Ein-Nummern-Prinzip
- Least Cost Routing
- Nebenstellenfunktionen

Leider, so Bohn, habe sich FMC in Deutschland bisher nur in wenigen Unternehmen durchgesetzt. Warum?
Die Infrastruktur im Unternehmen hinke der Konvergenz oft hinterher und Interessenkonflikte ständen zwischen den Anbietern Mobil- und Festnetz.

Montag, 18.02.08

Deutschland hat bei Next Generation Networks eine Vorreiterrolle

»Deutschland hat eine Vorreiterrolle bei Next Generation Networks (NGN) inne«, sagt der Director Consulting, European Telecommunications & Networking bei IDC, Dan Bieler in der Computerwoche. Unter Next Generation Networks versteht man die Konvergenz von Telefonnetzen, Mobilfunknetzen mit IP-Netzen. NGN stellt dabei die technologische Voraussetzung dar, um Unternehmen Anwendungen wie Unified Communications zu ermöglichen. Haupttreiber für Unified Communications, so IDC-Analyst Bieler, sei Web 2.0/ Enterprise 2.0, das „einen synchronen und konstanten Informationsfluss gewährleistet, das Grenzen zu Kunden und Zulieferern auflöst und im Unternehmen eine offene Kommunikationsstrategie ermöglicht.“

Montag, 11.02.08

Green-IT und Konjunkturkrise in USA puschen Unified Communications

Eine Analyse der Marktbeobachter von Datamonitor sieht eine Chance für Unified Communcations durch die Konjunkturabschwächung in den USA und den Trend zur Green-IT. Belegt wird diese Aussage laut Computer Zeitung durch folgende Argumente:
1. Software as a Service und Managed Services gelten als Kosten sparend und stehen ganz oben auf der Wunschliste der Manager. Besonders Bereiche wie Telefonanlagen (hosted IP PBX) und Videokonferenzsysteme eigenen sich gut dafür.
2. Videokonferenzen sparen Geld und schonen die Umwelt.
3. Webbasierte Technologien wie Instant Messaging, Skype und Social Networking sind im privaten Gebrauch nicht mehr wegzudenken und machen Druck bei den Unternehmen.

Dienstag, 5.02.08

E-Mails bei Kunden immer beliebter

Kommunikation via E-Mail ist bei Kunden immer beliebter und zieht mit der telefonischen Beratung nahezu gleich. Das besagt die Studie “Multichannel-Management” des Softwareunternehmens novomind. Die beiden Kontaktwege erhalten demnach von den Kunden die Schulnoten 2,1 und 1,9.

Hingegen stehen die Kommunikation per Fax oder Brief mit Noten 2,6 und 2,4 viel schlechter im Kurs. Auch der Kundenservice per SMS erhält nur eine Bewertung von 3,1.
Auf der Unternehmensseite sieht es ähnlich aus, nur dass die E-Mail noch höher im Rang steht als das Telefon. Laut der Studie nutzen 93% aller Unternehmen in Deutschland die elektronische Post zum Dialog mit ihren Kunden. Es folgt die telefonische Beratung (92%) und das direkte Vor-Ort-Gespräch mit dem Kunden (84%). Nur noch drei Viertel der Unternehmen nutzen den klassischen Brief.

Das Ergebnis ist aber kein Wunder, kostet die Kommunikation per Fax oder Brief einem Unternehmen rund 20 bzw. 40% mehr als per E-Mail oder Telefon. Und bei vergleichbarer Kundenzufriedenheit ist die E-Mail mit durchschnittlich fünf Euro je beantworteter Anfrage fast 20% günstiger als die telefonische Kundenbetreuung.

Mehr dazu im Mittelstandblog

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