April 2008 Archiv

Mittwoch, 30.04.08

Fixed Mobile Convergence im Praxistest

Eine aktuelle Spotlight-Analyse beleuchtet die Probleme von Fixed Mobile Convergence (FMC). Zwar wird durch Fixed Mobile Convergence (FMC) Kommunikation reibungsloser und kostengünstiger, zuvor haben IT und Anwender einige Hürden zu nehmen. Diese sind zusammengefasst:
1. Die Installation der FMC-Clients auf mobilen Endgeräten
Konflikte mit anderen installierten Applikationen sind fast Tagesordnung, auch die Nutzung von Lautsprecher und Mikrofon seit oft problematisch.
2. Die Nutzung von WLAN
Nur der Durchsatz für Voice over WLAN (VoWLAN) genügend groß ist, kann eine weitgehend gute Sprachqualität von VoWLAN sichergestellt werden.
3. Die Trennung von Sprach- und Datennetz
Neue mobile Endgeräte wie ein Smartphone nutzen neben den Diensten des Sprach-LANs auch Dienste aus dem Daten-LAN. Die Trennung von Sprach- und Datennetz ist dann problematisch.
4. Der Handover zwischen WLAN und GSM
Ein nahtloses Handover (Übergabe) ist zwischen WLAN und GSM während eines Gesprächs nicht bei allen Lösungen möglich.
5. Die Konfiguration der TK-Anlage
6. Ein erhöhter Stromverbrauch
Durch die FMC-Clients erhöht sich der Stromverbrauch der Endgeräte im Ruhezustand, wodurch die Standby-Zeit verkürzt wird.
7. Die Umsetzung von Sicherheitspolicies
In einigen Firmen schreibt die Sicherheitspolicy vor, dass für den WLAN-Zugriff aufs Firmennetzwerk ein Virtual Private Network (VPN) verwendet werden muss. Dabei stellt sich – nicht nur für FMC – das Problem, dass für Mobiltelefone nur wenige VPN-Clients verfügbar sind, und diese auch noch auf das VPN-Gateway abgestimmt sein müssen.

Den gesamten Praxistest gibt es unter: http://weblog.berlecon.de

Donnerstag, 24.04.08

Die Vorteile und Risiken der Internet-Telefonie

Über die Vorteile und Risiken der Internet-Telefonie schreibt die Wirtschaftwoche in einem spannenden Artikel.
Gelockt durch günstigere Tarife und mehr Komfort schreitet die Ablösung der klassischen Telefonnetze durch das Internet stetig voran, und übersieht die Risiken. Diese sind leider immer noch erheblich. Denn VoIP erbt alle Bedrohungen aus der klassischen Telefonwelt – und bekommt zusätzlich die aus der Welt des Internets hinzu.

Laut Bundesnetzagentur summierten sich Ende 2007 die VoIP-Gespräche in Deutschland bereits auf rund 16 Milliarden Gesprächsminuten. Ein wahres Paradies für Hacker und unseriöse Geschäftemacher, die Telefonzeiten unbemerkt klauen und weiter verkaufen.

Denn das Sicherheitsbewusstsein bei Privatnutzern und auch bei Unternehmen bezüglich VoIP ist mangelhaft. Der Profi-Hacker Robert Moore, der im vergangenen September in den USA zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde, weil er in Telefonanlagen von Unternehmen eingebrochen war, stellte fest, dass auf gut vier Fünftel der angegriffenen Vermittlungsrechner die voreingestellten Standardpassworte unverändert waren. Der Grund dafür könnte sein, dass die Anbieter von Internet-Telefonie abwiegeln und beruhigen. Unternehmen wie 1und1 preisen die Vorteile von VoIP an, warnen aber nicht vor den Risiken. Das wäre ja auch geschäftsschädigend. Die Risiken müssen andere vorstellen und die Unternehmen für mehr Sicherheit sensibilisieren.

Montag, 14.04.08

VoIP Outsourcing-Modelle im Mittelstand noch nicht akzeptiert

Wie aus der jüngsten Berlecon-Studie „VoIP und Unified Communications 2008 – Anforderungen und Pläne deutscher ITK-Entscheider“ hervorgeht, sind die deutschen ITK-Entscheider bislang nicht bereit, ihre VoIP- oder UC-Lösungen komplett aus der Hand zu geben. Zwar wünschen sich rund 40 Prozent der IT-Verantwortlichen in Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern, dass ein externer Dienstleister Wartung und Betrieb ihrer Telekommunikationsanlage übernimmt. Eine komplette Auslagerung der Hard- und Software können sich dennoch nur weniger als vier Prozent vorstellen. Über die Hälfte der Verantwortlichen zieht es vor, eine VoIP- oder UC-Lösung inhouse und von eigenem Personal betreiben zu lassen.

Dieses Verhalten liege laut Berlecon hauptsächlich daran, dass die Anbieter von Managed Services oder Hosting-Modellen statt auf die wichtigen Argumente wie Verfügbarkeit, Dienstqualität und Sicherheit noch auf das Preis/Kosten-Argument pochen. Doch genau die erstgenannten Themen dominieren mit großem Abstand die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Betreibermodell. Kostengesichtspunkte stehen deutlich hinter diesen Kriterien zurück.

Montag, 7.04.08

10 Tips zur Nutzung von IP-Netzwerken

Auf portel.de wurde letzte Woche eine Liste mit zehn wichtigen Tipps für IT-Verantwortliche und IT-Fachkräfte zum Umgang mit IP-Netzwerken und Applikationen zur verbesserten Zusammenarbeit (Collaboration) veröffentlicht.

1. Planen Sie Ihr Vorhaben
2. Zapfen Sie die schlummernden Reserven der Konvergenz an
3. Mobilität ist der Schlüssel
4. Denken Sie global
5. Halten Sie es schlicht
6. Seien Sie auf dem Laufenden
7. Sparen Sie Zeit und Geld durch virtuelle Meetings
8. Steigern Sie das Kundenerlebnis
9. Achten Sie auf umfassende Sicherheit
10. Verwenden Sie Remote-Management-Tools

Die Inhalte zu den 10 Tipps gibt bei portel.de.

Donnerstag, 3.04.08

Studie: Mobile Breitbandtechnik und IPTV sorgen für Wachstum

Eine Studie von Arthur D. Little und Exane BNP Paribas über den europäischen Markt für Technologie, Medien und Telekommunikation geht davon aus, dass mobile Breitbandtechnik in Europa in den nächsten vier Jahren in 50 Prozent aller Haushalte genutzt wird.
Besonders in Deutschland sei das Wachstumspotenzial bei mobilen Breitbanddiensten besonders hoch, so die Analysten. Aber auch bei klassischen Breitbandanschlüssen im Festnetzmarkt bestehe ein hohes Wachstumspotenzial, die eine Durchdringung von bis zu 80 bis 90 Prozent der Haushalte in den nächsten fünf Jahren erreichen können.

Aber auch der Glasfaserausbau für breitbandige IPTV- und Voice-Anwendungen werden in Europa vorangetrieben, um die immer höheren Kapazitäten für Live-Anwendungen wie IPTV und Voice-over-IP zur Verfügung zu stellen.

Bezüglich der Preise sehen die Experten ein Ende des Preissturzes im Mobilfunk, die steigenden Umsätze mit mobilen Breitbanddiensten dürften die Mobilfunkunternehmen dann mittelfristig wieder auf die Gewinnspur bringen.

Die vollständige Studie kann im PDF-Format kostenlos herunter geladen werden.

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