Eine Studie des Internet-Anbieters für kostenlose Audio- und Videoanrufe Skype zeigt, dass deutsche Mittelständler zwar die meisten Geschäftskontakte mit anderen Ländern haben, bezüglich des Einsatzes von modernen Kommunikationsmitteln jedoch hinterherhinken. In der Studie von November 2009 wurden 1.600 Personen aus kleinen und mittleren Unternehmen in acht europäischen Ländern nach ihren Kommunikationsverhalten bei Geschäftskontakten befragt. Sie wurde zusammen mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Redshift Research durchgeführt.
Demnach kommunizieren 64 Prozent aller Befragten (Deutschland: 60 Prozent) laut Studie mindestens einmal pro Woche mit Geschäftspartnern aus anderen Ländern, und 24 Prozent tun dies sogar täglich (Deutschland: 20 Prozent).
Bei diesen Werten liegt Deutschland noch nahe am Schnitt, wenn es aber um die Nutzung moderner Kommunikationstechniken und –dienste geht, liegen die Deutschen laut Studie im europäischen Vergleich zurück.
Während etwa 49 Prozent der Befragten europaweit Skype als ihr bevorzugtes Kommunikationsmittel nannten, nutzen in Deutschland nur 34 Prozent diesen Internet-Dienst. Und 56 Prozent der deutschen Befragten nutzen immer noch klassische Audiotelefonkonferenzen, während dies nur 40 Prozent der europäischen insgesamt tun.
Auch im Bereich Social Networking und Web-2.0 sind deutsche Unternehmen abgeschlagen: Lediglich 11 Prozent der deutschen Befragten nutzen Plattformen wie Xing, Facebook oder Twitter, um ihr internationales Business-Netzwerk zu pflegen und auszubauen. Der europäische Durchschnitt liegt dabei mit 21 Prozent fast doppelt so hoch.
Die Studie wurden in den Ländern Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Türkei, Polen und Russland durchgeführt.
Quelle: LANline